3D Fernseher


Derzeit gibt es wohl kaum eine Kinofilm-Werbung in der nicht am Ende des Spots gesagt wird “Auch in 3d…” Doch was heißt dieses “Drei D”? Kann ich 3D auch zu Hause sehen oder muss ich dazu unbedingt ins Kino gehen?

3D Filme (dreidimensionale Filme, auch als Raumfilme oder stereoskopische Filme bezeichnet) sind Filme, die durch spezielle und je nach Hersteller verschiedene Verfahren aufgenommen werden.
Aufgenommen werden diese Filme mit speziellen Kameras, die in der Fachwelt als Stereokameras bezeichnet werden. Diese Kameras besitzen wie wir Menschen zwei Objektive, die ähnlich wie bei uns mit einem gewissen Abstand an der Kamera angebracht sind. Dadurch kann der benötigte stereoskopische Effekt erzielt werden. Man muss nur noch dafür sorgen, dass dem jeweiligen Auge des Betrachters auch das richtige Bild zugeführt wird, um den dreidimensionalen Eindruck entstehen zu lassen.

Begonnen hat man, Filme in 3D Filme zu verwandeln, als in den frühen 50er Jahren die Leute lieber zu Hause fern sahen als ins Kino zu gehen. Man musste also reagieren und die Menschen wieder ins Kino locken.
Zur damaligen Zeit konnte man zu Hause nur mit schwarz-weiß-Fernsehgeräten Filme anschauen. Wollte man also Filme mit speziellen Effekten sehen, musste man ins Kino gehen.

Niemand dachte damals daran, dass es überhaupt einmal möglich sein wird einen 3d Fernseher zu besitzen. Doch selbst wenn man einen 3D Fernseher gehabt hätte, so wäre das 3D Fernsehen noch nicht möglich gewesen.

3D-Television (3dtv) bezeichnet die Videoübertragung, die dem Zuschauer einen räumlichen Eindruck des Bildes sehen lässt. Da Bildsignal für das linke Auge muss hierfür getrennt von dem für das rechte Auge gesendet werden nur so ist es möglich, dreidimensionale Bilder wahrnehmen zu können. Anfangs strahlte man diese Bilder so aus, dass man beim Videosignal für das eine Auge die roten Farbanteile löschte und bei dem für das andere, die blauen Bildanteile. Zum Schluss legte man beide Videosignale übereinander und konnte nun mit Hilfe spezieller Brillen (rot-blau-3D-Brillen) einen Eindruck von dreidimensionalen Bildern bekommen. Aber nicht nur blau rot kann für dieses Verfahren verwendet werden. Ebenso funktioniert diese Technik mit anderen Farben zum Bespiel mit rot grün.

Teilt man einen Videostream nach Fields auf und schickt man zwei Bildsignale in getrennten Bildstreams zum Zuschauer, hat man eine weitere Möglichkeit der dreidimensionalen Bildübertragung.
Man kann, wenn man die Möglichkeit nutzt nur ein Bildsignal anzeigen zu lassen auch auf einem herkömmlichen Fernseher ein ganz normales 2D Bild erzeugen, da die Farben erhalten bleiben, man also keinerlei Technik wie zum Beispiel Brillen benötigt um das herkömmliche Bild wahrnehmen zu können.
Will man beide Bildsignale stereoskopisch also räumlich sehen, muss man es entsprechend aufbereiten. Bei jedem Field (auch Halbbild) wir abwechselnd ein Bild für das linke und eines für das rechte Auge gezeigt. Für diese Technik benötigt man nun eine Shutterbrille, die im richtigen Moment kurzzeitig das Bild für das “falsche” Auge ausblendet. Kommt also ein Field für das linke Auge, muss für diesen Moment das Bild für das rechte Auge ausgeblendet werden. Man nennt diese Technik auch field-sequential, sie wird bei “Interlace-3D”-DVDs eingesetzt.

Weltweit setzt man die HD-taugliche TV-Variante (HD wird zum Beispiel auch bei Bluray Filmen benötigt) ein. Man nennt diese Technologie “side-by-side”. Jeder HD-Receiver kann diese Signale empfangen und an einen geeigneten 3d-Ready-Fernseher weitergeben.
Dieser entzerrt die beiden anamorph komprimierten Bildstreams stellt sie überlagert mit einer Frequenz von 100 oder 120 Hz wieder dar.

3D-Ready-Fernsehgeräte sind außerdem mit einem Infrarot-Sender ausgestattet, der die benötigten Shutterbrillen während des Anschauens der 3D Filme synchronisiert.

Wer also mit der brillanten Bildwiedergabe von Bluray Filmen nicht mehr zufrieden ist, sollte sich mit dem Kauf eines 3D-Gerätes auseinandersetzen und somit für die Zukunft des Fernsehens gewappnet sein.

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